31.08.2015

Essen gehen in den USA - ein paar Tipps

Nun der letzte Teil meiner kleinen Florida- Reihe! Und wenn die Ferien nächste Woche leider herum sind, geht es hier wie gewohnt weiter :-)

Wie schon geschrieben, in den USA findet man in den besiedelten Gebieten fast überall zahlreiche Fast Food - und Restaurantketten, bevorzugt am Ortseingang oder an den großen Hauptstraßen. Natürlich gibt es auch kleinere Restaurants, die keiner Kette angehören. Wir hatten ja für eine gewisse Zeit ein Ferienhaus, so konnten wir zum Glück desöfteren auch kochen, aber hin und wieder waren wir den ganzen Tag unterwegs und da haben wir die eine oder andere Kette mal getestet.

Ich ernähre mich im Alltag im großen und ganzen recht gesund, und daher habe ich es ehrlich gesagt mal genossen, im Urlaub all die ungesunden Sachen zu probieren. Hier wieder zurück in Deutschland freue ich mich aber nun umso mehr über unser leckeres Vollkornbrot, vegetarische Aufstriche, Gemüsegerichte und Co. Mein Bedarf ist erst einmal gedeckt und man sollte dort einfach auch versuchen, die Dinge zu genießen und nicht immer an den Gesundheitswert zu denken.

Für jemand, der das erste Mal in die Staaten fahren möchte, habe ich mal meine Erfahrungen aufgeschrieben!

Zunächst sei gesagt: Gerade diese Restaurantketten haben alle einen gewissen Stil, wir würden es vielleicht altmodisch bezeichnen. So richtig topsauer fand ich sie auch nicht. Sie sind oftmals gut besucht, speziell am Wochenende war es überall voll und es gab auch Wochenend-Karten, da waren die meisten Gerichte teurer als unter der Woche. Unter der Woche gibt es auch überall Lunchkarten für die Mittagszeit.

Die Bedienung ist überall sehr freundlich, stellt sich mit Namen vor und serviert zügig. Ein größeres Trinkgeld am Ende ist üblich, da die Servicekräfte wenig verdienen und auf das Trinkgeld angewiesen ist.

Wasser kann man immer kostenfrei bestellen, man muss dabei bedenken, dass Leitungswasser chlorhaltig ist und man das auch schmeckt. Allerdings ist mir dieses Jahr aufgefallen, dass wohl die meisten Restaurants inzwischen Filteranlagen besitzen, und so dass Wasser ganz normal schmeckt. Soda (Limonade) wird fast immer in Plastikbechern (wie auch das Wasser) serviert und man kann sich so viel nachfüllen lassen, wie man möchte. Das ist auch in den Fast Food-Ketten der Fall, man bekommt einen Becher und kann sich an dem Automaten nehmen, was und wie oft man will.

Hat man gegessen, wird einem auch zeitnah die Rechnung auf den Tisch gelegt, noch gemütlich beisammensitzen ist da nicht. Mein Sohn hat in den Augen vieler Servicekräfte zu langsam gegessen und wurde dann mitten bei der Mahlzeit gefragt, ob er ein "Doggybag" für den Rest haben möchte. Doggybags sind üblich, wer etwas nicht schafft, nimmt es einfach mit.

In den Restaurants wird man platziert und sucht sich seinen Tisch nicht selber aus.

Wir haben es natürlich nicht geschafft, alle Ketten zu testen, daher hier eine Auswahl. Mein Sohn hatte sich vorher schon per Internet informiert und Tipps gegeben :-)

Moe`s


Mexikanisches Fast Food. Man kann sich seine Tacos, Burritos, Quesadillas, Bowls (Tellergericht) selber zusammenstellen ( Reis, Fleisch, Bohnen, Gemüse, Sauce). Für Vegetarier gibt es Tofu statt Fleisch. Tacochips gibt es kostenlos dazu. Moe`s ist irgendwie witzig, weil man beim Hereinkommen immer mit "Welcome to Moe`s" begrüßt wird, Essen fand ich nicht so toll, ganz ok, die Chips haben mir gar nicht geschmeckt.

Chipotle


Ebenso eine mexikanische Fast Food Kette, hier wird auf Frische und besseres Fleisch Wert gelegt. Sauberer als bei Moe`s, das Konzept das selbe (man stellt sich seine Sachen selbst zusammen), die Burritos riesig und richtig gut. Es gibt ebenso vegetarische Varianten. Moderner Stil. Chips schmecken auch :-)

Panera Bread


Panera Bread bietet Brot, Kuchen und Bagels zum Verkauf an, ebenso ist es eine Fast Food Kette, die ganz gutes Frühstück bietet und kleinere Mittagessen, wie Suppen, Sandwiches, Salate etc. Sauber, modern, halbwegs gesund, ich fand manche Brotsorten für amerikanische Verhältnisse ganz gut und auch das Essen schmeckte, die Portionen sind lange nicht so groß wie üblich, aber ausreichend. Viel für Vegetarier.

Little Ceasars Pizza

Riesenpizzas für wenig Geld, die Pizzen sind schon fertig zum Mitnehmen. Keine Sitzgelegenheiten. Die Pizzen schmecken wirklich überraschend gut, allerdings nicht mit einer guten Steinofenpizza zu vergleichen.

Ruby Tuesday




Haben wir mehr aus der Not heraus besucht, auf unserer Fahrt von Miami nach Orlando, hungrig, nicht viel Auswahl an Restaurants in der Gegend. War aber eine Überraschung. Das Essen lecker, frisch, eine riesen Auswahl, Salatbuffet, das in vielen Gerichten inklusive war, gutes Preis-/ Leistungsverhältnis, auch für Vegetarier genügend vorhanden.

Smokey Bones


Sportsbar und Restaurant, rusikaler Stil, Top für Freunde von leckeren Hamburgern und Barbecue. Wir waren dreimal dort und es war immer lecker. Am Wochenende haben sie nicht so eine gute Karte und es ist teuer, also besser unter der Woche besuchen. Keine große vegetarische Auswahl, da müsste man sich die Beilagen zusammen stellen, Gemüse, gebackene Kartoffel, sehr leckere Pommes, oder den Gemüseburger nehmen.

Panda Express


Chinesische Fast Food Kette, viele Varianten mit Huhn, auch vegetarische Auswahl vorhanden. Wir waren öfter dort und es war immer gut. Typische Fast Food Atmosphäre.

Five Guys



DIE Burgerkette, die meine Männer lieben! Frisch, sauber, man kann bei der Zubereitung zusehen. Die Burger können selber anhand einer reichhaltigen Auswahl zusammengestellt werden, sind dadurch auch teurer als in den billigeren Burgerketten. Es gibt sogar einen vegetarischen Burger, der mit gebratenen Champignons, Paprika, Käse etc belegt ist. Zu empfehlen. Pommes werden aus frischen Kartoffeln gemacht und sind auch sehr gut. Frische Erdnüsse gibt es umsonst, so viele, wie man möchte.

Popeye




Küche aus Louisiana, hauptsächlich Hühnchen und Seafood, beim Bestellen wird man gefragt, ob es ok ist, dass es "spicy" sei, und so ist es auch: scharf, gut, da wo wir waren, war es auch topsauber. Wer nichts Frittiertes mag, für den ist das nichts und für Vegetarier ist es auch schwer. Pommes halt. Aber die sind auch frittiert :-)

Mels Diner




Da war ich neugierig drauf: Eine Restaurantkette im 50ger Jahre Stil.Vor Ort muss ich sagen, das hätte man noch optimieren können. Der Laden war gerammelt voll, da wo wir waren allerdings hauptsächlich mit Leuten, die auch in den 50gern jung waren. Trotz zahlreicher Preise, die die Kette gewonnen hat: Pizza war nicht gut, das Essen erinnerte sonst an eine durchschnittlich deutsche Küche, Boulette mit Kartoffelbrei, Hühnersuppe etc. Vegetarische Gerichte gab es auch, aber spärlich. Muss ich nicht nochmal haben.

Cracker Barrel



(Qualität nicht so gut, da Smartphone-Fotos) 

Witziger Countryschuppen mit Laden und Restaurant, riesen Auswahl an Countryprodukten, aber einige Dinge habe ich später woanders günstiger gesehen. Zu jedem Essen gibt es "Bisquits" dazu, die so ähnlich wie Scones sind, recht fettig, ich mochte sie nicht, oder Cornmuffins, Muffins aus Maismehl. Küche auch im Countrystil, als Vegetarier kann man sich eine Gemüseplatte zusammenstellen, die nicht schlecht, aber auch nicht herausragend war. Die Portionen für amerikanische Verhältnisse eher klein. Man kann dort wohl gut frühstücken. Kann man sich mal ansehen, aber das eine Mal reicht finde ich.

Jamba Juice


DER Laden für Smoothies, frisch zubereitet, Riesenauswahl, ich liebe sie, auch wenn sie nicht ganz günstig sind. Leider gibt es in Florida nicht so viele Filialen.

Cheesecake Factory


Hier haben wir nicht gegessen, aber ansehen mussten wir uns den Laden schon - wer die Big Bang Theory schaut, weiß, warum :-) In nautra ein echt chicer Laden mit Kuchen, der lecker aussieht, und edel in der Ausstattung.

Sonstige 

Auf den Inseln in Florida sind fast immer Fast Food Ketten nicht erlaubt, man findet zahlreiche Restaurants, wo man halbwegs gute amerikanische Küche bekommt, ich fand aber, dass es in vielen an Sauberkeit mangelte.



Vom RC Otters, das uns letztes Jahr so gut gefallen hat, waren wir so enttäuscht, dass wir wieder gegangen sind, schmuddelig, unfreundlicher Service, und gut gerochen hat es auch nicht. 

In Orlando, speziell im Disney Village, gibt es zahlreiche Themenrestaurants, die witzig gestaltet sind und natürlich dementsprechend ihren Preis haben! Kann man sich aber mal gönnen. Kinder lieben es.



Noch ein letzter Tipp: Den besten Iced Coffee gibt es bei Starbucks, aber auch McDonalds hat einen sehr guten für wirklich wenig Geld.

Zum Essen haben wir billige Ketten wie McDonalds, Burger King, Wendy`s, Taco Bell oder ähnliches gemieden. Bei Taco Bell war ich letztes Jahr einmal und es war wirklich nicht gut.

Wer war schon in den USA war:  wie waren Eure Erfahrungen?


Eure


29.08.2015

Shopping in Florida - meine Favoriten

Als ich das erste Mal nach Florida gereist bin, dachte ich, man kann dort nicht gut shoppen, gut, Kleidung in den zahlreichen Outlet Malls, aber sonst?! Weit gefehlt. Jetzt, wo wir zum dritten Mal dort waren, waren wir in gar keiner Outlet Mall mehr, denn ich finde, in den normalen Läden gibt es oft viel bessere Angebote. Wer allerdings spezielle Marken sucht, der wird vermutlich nur in den Malls fündig.

Ansonsten gibt es zahlreiche Einkaufszentren mit unzähligen Shops, vor die man direkt fahren kann. Ich mag das ja, ich bin nicht so ein Fan von engen Innenstädten mit schlechten Parkhäusern. Genauso gibt es aber Malls, in denen man vorwiegend Bekleidungsgeschäfte findet, die es in den Einkaufscentren nicht so gibt. Parken ist immer kostenlos.

Hier nun meine Lieblingsläden, in manchen kann ich Stunden verbringen :-)

Home Goods

Dekorationsartikel en masse. In Gedanken habe ich dort mein Haus umdekoriert, aber leider sind all die Sachen zu sperrig für den Koffer :-) Macht trotzdem Spaß zu stöbern. Die Preise sind niedrig für wirklich schöne Dinge. Hatte ich schon einmal hier vorgestellt.

TJ Maxx




Eine der drei Ketten (neben Marshalls und Ross), die (Marken)artikel zu sensationellen Preisen anbieten. Neben unbekannteren Labels sind auch Marken wie Ralph Lauren, Quiksilver, New Balance, Nautica etc. vertreten. Für Schnäppchenjäger ein Muss! Neben Kleidung gibt es auch Haushaltsartikel, Dekorationsgegenstände, Küchenutensilien und mehr.

Marshalls


Wie TJ Maxx, aber eher im Mittelfeld. Ross mag ich nicht, gleiches Konzept, aber nicht schön vom Angebot und der Aufmachung.

Pier1

Wer hochwertige Dekoration sucht, wird hier eher fündig.

World Market


Hübsche Dekoratonsartikel aus aller Welt, ebenso Lebensmittel von überall, auch aus Deutschland :-)

Old Time Pottery

Nein, es gibt dort nicht Töpferartikel, wie ich dachte. Ein riesengroßer Laden mit all erdenklichen Dekorationsartikeln, Geschirr, selbst Weihnachtsartikel waren zu finden. Vieles hat aber nicht meinen Geschmack getroffen, zum Durchlaufen mal ganz interessant.

JoAnns



Dieses Jahr erst entdeckt! Riesenauswahl für alle Kreativen! Große Auswahl auch an Stoffen und Nähbedarf. Die weißen Leuchtbuchstaben haben mir ja gefallen und sie waren nachher sogar unheimlich günstig, weil sie reduziert wurden, aber leider gab es dann die Buchstaben nicht mehr, die ich wollte.

Michaels

Wie JoAnn, aber weniger auf Nähbedarf spezialisiert.

Aeropostale

Ein Muss auf meiner Reise, junge Mode zu guten Preisen

Abercrombie

In Naples gibt es einen Abercrombie für Kids, der wirklich tolle Angebote hatte. In den normalen Stores gute Kleidung für junge Leute, ich mag den Parfümgeruch und die Dunkelheit in den Läden nicht :-)

Old Navy


Wer H&M mag, der mag auch Old Navy, würde ich sagen. Riesenauswahl für Damen, Herren und Kinder.

Books a Million

In den Bücherläden zu stöbern lohnt sich, man findet neben Büchern die eine oder andere lustige Sache und auch die Zeitschriftenauswahl ist riesig. Gute Magazine sind aber oft viel teurer als bei uns.

Was ich so gekauft habe, zeige ich Euch ab und an in den folgenden Posts :-)

Hat noch jemand Tipps?


Eure


27.08.2015

Orlando - Unternehmungen ohne Themenparks

Wer war schon einmal in Orlando? In der Regel fliegt man ja dorthin, um einen der zahlreichen Themenparks, sei es Disneyland, Seaworld, Animal Kingdom, Epcot Center oder die Universal Studios zu besuchen. Daneben gibt es zahlreiche wirklich gute, aber auch teure, Wasserparks. Da wir Disneyland aus Paris kannten, in Animal Kingdom und Seaworld schon waren, noch gejetlagt waren und das Wetter eher nicht für einen teuren Parkbesuch einlud (ab mittags in der Regel Gewitter), haben wir uns diesmal das Orlando fernab der Parks angesehen und auch da gibt es jede Menge zu erleben! Trotzdem, die Universal Studios würde ich dann doch schon irgendwann gern nochmal besuchen.

Hier meine Tipps für Orlando ohne Parks!

(manche Fotos sind vom Smartphone und nicht so gut in der Qualität)

iFly

Wollten wir noch machen, haben wir aber nicht mehr geschafft. Sicher ein Riesenspaß für größere Kinder.

Fun Spot

Eine der Spielhallen mit einem kleinen, etwas in die Jahre gekommenen Freizeitpark. Der Eintritt ist frei, die Attraktionen kosten aber richtig Geld (eine Achterbahnfahrt etwa 9 Euro!), es sei denn, man kauft ein Tagesticket und hat dann alles inklusive. Mein Sohn mochte es dort.



Hukoos Family Fun

Eine etwas moderne Spielhalle mit weiteren Attraktionen wie Trampolinspringen, Laser, Bumper Cars und einem Piratenschiff, wo man mit Bällen schießen kann. Modern. Netter Zeitvertreib für Kinder bis 10 würde ich sagen, speziell an Regentagen.

Wonderworks


Ein interessanter Bau! Im Inneren befindet sich ein Mitmachmuseum für Kinder, Eintritt ist wie alles in Orlando teuer. Wir waren vor Jahren da, es hat uns gut gefallen, habe gehört, es soll in die Jahre gekommen sein.

Ripley Believe it or Not

Museum mit kuriosen Dingen. Nicht von der Homepage abschrecken lassen, ist gar nicht so gruselig. Man ist in gut eineinhalb Stunden durch. Recht eng. Aber irgendwie witzig, kann man ruhig mal reingehen. Vor dem Gebäude wird einem total schwindelig aufgrund der Bauweise!




(Sogar die Mauer war zu sehen :-))


Minigolf

Erlebnis-Minigolf gibt es in Orlando einige. Wir waren in Kisseemee nahe Orlando beim Congo River Golf und das war richtig gut. Man konnte auch Alligatoren füttern, an einer Mine Steine schürfen und Fotos mit einem Alligatorenbaby machen (Extrakosten). Eine Runde kostet allerdings an die 40 Dollar für drei Personen! Bei dem an den Universal Studios (Hollywood Golf) muss man auch für das Parken an die 15 Euro bezahlen, das sollte man bedenken.



Downtown Disney

Hier kann man schön schlendern und sich die zahlreichen Disneyläden und Erlebnisrestaurants ansehen. Einen großen Legoshop gibt es auch.




(Blues Brother - House of Blues) 



Desweiteren gibt es in Orlando noch ein Riesenrad, Madame Tussauds, Sealife...langweilig wird es garantiert nicht!


Eure 


25.08.2015

Wieder zurück aus Florida Impressionen & meine Erfahrungen

Das war eine lange Zeit! Fast vier Wochen waren wir dieses Jahr in Florida unterwegs! Von Orlando an die Golfküste, dann Miami und wieder zurück nach Orlando. Die Koffer sind zum großen Teil ausgepackt, der Jet Lag sitzt noch in den Knochen und das mit den Wäschebergen kennt ihr ja auch sicher :-) Dazu sieht der Garten aus, als wären wir ausgewandert gewesen. Der Kater weicht einem nicht mehr von der Seite. Willkommen daheim.

Wir hatten eine wirklich erlebnisreiche Zeit, ich zeige Euch mal ein paar erste Impressionen. Danke auch an alle, die mir bei instagram so fleißig gefolgt sind!

Florida...woran denkt ihr da?

Schöne Strände...


(Captiva Island)


(Miami Beach)


...farbenfrohe Häuser...


(Pine Island)

...an Disney?


(Disney Village Orlando)

...denkt ihr an wunderschöne Sonnenuntergänge? 


(am Ferienhaus)

...an Poolwetter?


(am Ferienhaus)

...oder Wildlife?




(Pine Island)

Wie ihr seht, es trifft alles zu :-)) 

Und hier noch habe ich noch ein paar weitere Beobachtungen für Euch!

Die Menschen dort sind fast alle superfreundlich. Ständig wird man von Wildfremden angelächelt. Das wäre doch auch schön, wenn es hier so wäre?

Umweltschutz wird dort noch nicht großgeschrieben, die Bequemlichkeit überwiegt. Beispiel: Plastik-Wegwerfgeschirr zum Frühstück in manchen Hotels. Das Pfandsystem existiert dort nicht. Ich finde aber, dass langsam ein Umdenken stattfindet. Es gibt Recyclingtonnen. Im Supermarkt wurde ich gefragt, ob ich Taschen mitgebracht hätte. Die Lebensmittel werden dort in manchen Supermärkten nämlich für einen eingepackt und auf Wunsch sogar zum Auto gebracht.

Die Fast Food Mentalität ist ja allgemein bekannt. Alle paar Meter gibt es ein Restaurant. Dazu schreibe ich noch gesondert etwas. Aber man muss sich in den USA nicht ungesund ernähren, es gibt auch schon viele gesunde Sachen zu kaufen und Whole Foods - eine Biokette - hat mir richtig gut gefallen. Eine Wahnsinnsauswahl und wer dort ist: unbedingt die veganen Cookies probieren! Lebensmittel sind in Florida allerdings richtig teuer. Kaum ein gutes Joghurt unter umgerechnet 1,50 Dollar, für drei Bio-Äpfel habe ich knapp sechs Euro bezahlt. Die Packungsgrößen sind oft viel bis sehr viel größer als bei uns.



Thema High Fruktose Sirup. Der ist gerade in billigeren Lebensmittel reichlich vorhanden und man muss echt schauen, wenn man darum herumkommen möchte. Limonade, Joghurt, selbst Brot, alles wird damit gesüßt.

Wir haben viele Brotsorten ausprobiert. Das im Supermarkt - selbst Bio und ohne High Fruktose Sirup - war uns viel zu süß. Sogar mein Sohn hat gestreikt, und der isst gern Süßes. Letztendlich haben wir bei Panera Bread, einer Fast Food Kette, die auch Brot verkauft, welches gefunden, das uns schmeckt (das Sourdough-Brot, zwar mit hellem Mehl, das in den USA immer mit Vitaminen angereichert ist (!), aber das mit Vollkornmehl hat mir nicht geschmeckt). Ganz gutes Brot gibt es bei Whole Foods. Es gibt zahlreiche Bakerys, da war ich aber nicht. Hat jemand Erfahrung damit?

Shoppen kann man in Florida bis zum Abwinken! Dazu schreibe auch noch einen extra Post.

Bei fast allen Hotels ist kein Frühstück dabei. Man kann zwar welches ordern, aber wir haben teilweise bis zu einer halben Stunde darauf gewartet. Wer wie ich Wert auf ein Frühstücksbuffet legt, der ist mit Ketten wie Hampton Inn oder Embassy Suites gut beraten. Erwartet aber keine tolle Atmosphäre.


(Embassy Suites Orlando)

Fast überall - außer in Miami - ist es supersauber. Wir haben abends zum Beispiel beobachtet, dass die Supermarktparkplätze inklusiv der Einkauswägen gesäubert werden.

Und noch ein Tipp für alle Brillenträger: Fahrt besser nicht ins Ausland mit dem Gedanken: ach, ich brauche ja eigentlich nie wirklich eine Ersatzbrille....bisher ist ja auch noch nicht viel passiert und Optiker gibt es dort auch, notfalls tut es meine uralte Brille für eine kurze Überbrückungszeit...Könnte blöd werden, wenn der Bügel abbricht, einem wirklich keiner helfen kann und man den halben Urlaub mit einer Brille mit einem Bügel herumlaufen muss :-) Also, immer eine gute Ersatzbrille mitnehmen!

Das Ärztesystem ist etwas anders als bei uns. Hat man zum Beispiel Ohrenschmerzen und meint, man sei deshalb ein Notfall, bekommt man zu hören, für Notfälle solle man den Rettungswagen holen, sonst sei man keiner und kann ruhig ein paar Tage auf seinen Termin warten. Dafür kommt man beim Arzt fast direkt ran. Es gibt auch keine Rezepte, sondern der Arzt übermittelt die verordnete Medizin online an eine nahegelegene Apotheke, wo man diese dann (auch per Drive Thru!) abholen kann. Wenn es dann klappt mit der Übermittlung...(mein Mann dufte die Erfahrung machen)

In den Sommermonaten ist es in Florida oft so schwül. dass die Brille beim Herausgehen beschlägt. Es gibt fast täglich Gewitter, die mit den unseren kaum zu vergleichen sind, die Regenfälle sind so stark, dass man beim Autofahren fast nichts mehr sieht. Die Einheimischen gehen mit den Gewittern allerdings tiefenentspannt um. Rennt hier jeder hektisch herum, um einen sicheren Ort aufzutreiben, wird dort weitergejoggt, mit dem Hund spazieren gegangen, usw. Es sei denn, es ist zu schlimm.


(Sanibel)

Das Land hat Platz. Die Straßen sind breit, die Einkäufsmärkte oft riesig.

Die Mieten sind hoch, speziell in Miami. Gute Mietobjekte beginnen bei 6000 Dollar im Monat.

Als Kinderbeschäftigung - ja, auch für die ganz Kleinen! - gibt es dort überall sogenannte Fun-Hallen mit Spielautomaten für die Kinder. Man kann Punkte sammeln und sich wie auf der Kirmes am Ende etwas an einem Stand aussuchen, je nach Punkteanzahl. Daneben befinden sich in der Halle Videospiele und weitere Glücksmaschinen, wo man Stofftiere und Technikgeräte gewinnen kann. Mein Sohn war aus den Hallen kaum herauszubekommen. Ich stand dem Ganzen zweifelnd gegenüber. Wobei, Spaß hat es schon gemacht...man muss bloß ein Budget festsetzen.


Eidechsen gibt es wirklich überall. Und auch Alligatoren :-)



Viele haben richtig Geld. Und viele nicht.



(Naples)


Ich hoffe, Euch hat der kleine Einblick gefallen!


Eure